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Inmitten sanfter Hügel, eingebettet in die Feld- und Ackerlandschaft des Rottals liegt unser Garten. Rund um den für unsere Region typischen Vierseithof gruppieren sich zahlreiche Gartenzimmer nach englischem Vorbild. Beständig wurde der Garten im Laufe der letzten Jahre erweitert. 1988 renovierten wir mein Elternhaus und schufen drei Jahre später erstmals eine kleine Gartenfläche von 500 Quadratmetern. Dort fand sich Platz für das Spielgerät unserer beiden Söhne. Schaukel, Sandkasten und Rutsche hielten Einzug in unser kleines Refugium. Ein Gewächshaus von 4 qm Grundfläche vervollkommnete mein Gartenglück. Hier zog ich Unmengen von Sonnenblumen, die im darauffolgenden Frühling in meine ersten Blumenbeete wanderten. Meine Gartenleidenschaft war geweckt. |
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| Einige Jahre später wurde zum ersten Mal erweitert. Angeregt durch zahlreiche Fachbücher entstand hinter dem Wohnhaus ein neuer Gartenteil. Die großen, bereits vorhandenen Haselsträucher, sowie ein alter Obstbaum wurden integriert, das abschüssige Gelände durch eine Treppe begehbar gemacht. Aus schwerem Granitstein fertigte mein Mann Stufe für Stufe. Inzwischen hat jene Treppe im Laufe der letzten 15 Jahre eine schöne Patina erworben und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des naturnahen Gartens ein. Von hier gelangt man in den romantischen, der Sonne abgewandten Sitzplatz, umgeben von Schatten liebenden Sträuchern und Stauden. Hier läßt es sich in heißen Sommermonaten gut ausharren. | ![]() |
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Neben dem weißen Pavillon aus Holz, dem Herzstück meines Gartens (made by Opa...) entstanden weiterhin der Farngarten und zahlreiche Staudenbeete. Der sog. "Weiße Garten" wurde nach einer Englandreise konzipiert, eine Hommage an Sissinghurst. Erneut wurde der Garten zu klein und konnte nicht alle Bäume, Rosen und Staudenraritäten, welche auf meiner Wunschliste standen, beherbergen. Die Folge war eine weitere Vergrößerung. An der Westseite des Hauses entstand ein Rosenlaubengang. Dieser geleitet den Besucher zu einem Eisenpavillon um den sich mittlerweile eine stattliche "Paul's Himalayan Musk" rankt. Im Innenhof enstanden mehrere, lauschige Sitzplätze, auch dem "alten Gartenteil" wurden neue romantische Eckchen hinzugefügt. |
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Da das Rosenvirus einfach nicht von mir ablässt, beherbergt der Garten inzwischen über 400 Rosenstöcke. Dazu zählen Strauch- und Kletterrosen, wie auch haushohe Ramblerrosen. Ich kultiviere überwiegend alte Rosensorten, da diese dem rauen Klima unserer Region trotzen und im Rosenmonat Juni einen ganz betörenden Duft verströmen, der nur historischen Sorten anheim ist. Über 100 Kübelpflanzen erschweren mir in heißen Sommermonaten das Gärtnerleben. Sie verlangen täglich eine Gabe Wasser und wollen im Spätherbst ins Winterquartier geschleppt werden. Ich möchte sie jedoch nicht missen, denn durch sie erhält unser Innenhof sein mediterranes Flair. |
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2005 war es dann wieder soweit. Ein neuer Gartenteil musste her. Große Obelisken wurden aufgestellt, sie dienen den Kletterrosen als Stütze. Unterpflanzt wurden die drei neuen Themenbeete mit Stauden in den jeweiligen Farben der rankenden Rosen. Somit entstanden ein weißes, ein rosa und ein rot blühendes Beet. Eingefriedet wurde das jüngste Gartenzimmer mit Sträuchern, Rosen und Hortensien. Letztere entfachen meine Leidenschaft immer mehr, etliche stehen auch in Töpfen, um sie zur Blütezeit ins rechte Licht zu rücken. Inzwischen ist die Hortensienblüte zu einem weiteren Highlight meines Gartens geworden. |
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| Mittlerweile ist der Garten auf über 4000 qm angewachsen. Er erfordert viel Zeit, verlangt großen körperlichen Einsatz, gibt mir eine tiefe Zufriedenheit und viel, viel Freude. |



